Monthly Archives: Juni 2017

…ich freu michschon auf ein nächstes Mal…

30.06.2017 – leider ist die Reha in der Therme WienMed schon wieder zu Ende. Die Zeit ist diesmal wie im Fluge vergangen. Und ich hab mich noch nie so wohl dabei gefühlt.

Die Erste Reha vergangenen Jahres, hat mich einfach total überrumpelt und überfordert. Ich weiß noch dass ich mit meiner Therapeutin darüber gesprochen habe, dass ich kaum mehr zum schlafen komm und mir alles zu viel wird. Und zum Schluss war es anstrengend, aber richtig gut.
Die Zweite war dann eher ein Horror, da meine Ventile nicht mehr funktionierten, und ich nicht ansatzweise an irgendwelche Leistungen anschließen konnte.
Und jetzt ich habe mich total darauf gefreut, wieder mit professioneller Begleitung zu trainieren, und ehrlich gesagt auch die Menschen wieder zu sehen – ich liebe dieses Team. Klingt das vielleicht komisch? Möglicher Weise, aber ich fühle mich dort einfach wohl, und ich komme mir vor wie in einer Art Familie. Man kennt die Leute schon, und freut sich sie wieder zu sehen. Jeder der Therapeuten und Sportwissenschaftler hat so seinen Zugang und auch eigenen Umgang mit den Patienten, das tut dem ganzen Gut.

Und jetzt zu den Ergebnissen: mit einem bin ich nicht ganz zufrieden, hatte gehofft dass ich den FEV1 Wert in die Höhe bekomme – das hat nicht funktioniert. Aber sonst bin ich schon recht zufrieden, und habe wieder viel gelernt, neue Gedanken und Ideen mitgenommen. So und ab nun wird wieder zu Hause trainiert.

…Übermut tut manchmal gut…

23.06.2017 – …meine Fahrradreise nach Essling (ein ‚Trainingsbesuch‘ bei meiner Tochter und meinem Enkel). Vor hatte ich es ja schon länger, aber nachdem sich das mit dem Fahrradfahren so verspätet hat, war es vorprogrammiert. Ein wunderschöner Sommertag – okay Hitzewarnung – aber ich war so früh auf den Beinen, dass ich mir dachte, ‚na schau doch mal wie weit du kommst‘. Also ab mit der Schnellbahn zum Praterstern, Hightech aufgerüstet mit meiner Fahrradapp – angeblich 14 km und 01:15 Stunden Fahrt. – Na dann los.
Also alles was gerade war, war kein Problem, nur dann musste ich über eine Steigung, und noch eine Brücke.  Ja, da ist musste ich schon mal Absteigen – denn wenig Luft und noch dazu den falschen Gang zu erwischen – ist zumindest eine Sache zu viel.

Aber dann ging es gerade an der Donau entlang vorbei an Gebäuden und Anlagen, die ich noch nie gesehen hatte. Beim Kraftwerk Freudenau, ging es das nächste Mal bergauf, und ich sah die anderen Radfahrern von hinten, während ich schob. – also ganz Steigungen muss ich noch üben.

 

Als ich nur mehr 30 Minuten Zeit (laut meinem schlauen Navi) brauchte, melde ich mal meiner Tochter, dass ich vielleicht vorbei kommen würde. Leider war diese aber unterwegs. Nun, jetzt wollte ich es aber trotzdem wissen, schaff ich die gesamte Strecke hin und retour? Und so radelte ich durch eine wirklich schöne Lobau. Vorbei  an Feldern durch Wälder, bis zu dem See nahe bei meiner Tochter – Juhu Halbzeit, Kurze Pause und retour. Einmal habe ich mich dann doch verfahren, und bin auf einer Mountainbike Strecke gelandet. Keine so gute Mischung älterer Herr mit COPD und altes schweres Charakter  Rad, aber mein Navi hat mich brav aus dieser Situation gelotst.

 

Wie alle sehen können es gibt wieder Fotos und einen Star ‚mein Fahrrad‘

Dann kam allerdings die wirkliche Herausforderung, die Temperatur zog an und ich bekam zusätlich so richtig schönen Gegenwind. Ich habe teilweise geglaubt, ich komm nicht mehr von der Stelle, während so Radprofis an mir vorbeizogen. Etwas abgekämpft aber zufrieden kam ich in meiner geliebten ‚Freudenow‘ an und labte mich bei Soda – Zitron und wunderbar belegtem Brot – sowie mein Handy mit Strom. Denn was ich vergessen hatte, mein Navi will während der Fahrt gefüttert werden, und darauf hatte ich nicht geachtet. Nachdem wir beide satt waren, traten wir dann endgültig die Heimreise an. Mein Navi und ich. Eigentlich habe ich erwartet, dass ich am Sonntag dann doch einen mächtigen Muskelkater bekomme –aber war halb so schlimm. Allerdings bin ich insgesamt etwas erschöpft, was sich auch und vor allem tagsüber auch bei der Atmung zeigte.  .

 

Und was lernen wir nun aus der Geschichte: Also ich kann 30km mit Pause durchfahren – gut zu wissen .Ich organisiere mir einen Solarakku für mein Handy und ich erkundige mich nach dem Wind und fahre nicht mehr wenn es wieder so heiß wird. Der Rest ist Training.

…kalt und Gegenwind…

18.06.2017 – ja so einfach könnte man das beschreiben. Nachdem es sich die letzten Wochenenden nie ausgegangen ist, haben meine Tochter und ich beschlossen – Heute wird Rad gefahren.
Zugegeben recht wackelig am Anfang, nun doch schon einige Zeit her, dass ich das letzte Mal auf dem Fahrrad saß. Ja, und wie alle sehen, habe ich keine Fotos gemacht. Und das nicht nur weil ich so auf das Rad konzentriert war, sondern wenn ich jetzt dann öfter mit dem Rad unterwegs bin, benötige ich einfach einen anderen Rhythmus, und andere Motive. Aber daran wird gearbeitet.

 

Genau wie an der Situation dass körperliche Anstrengung und Aufregung ganz schön schwierig zu koordinieren sind. Und wenn, dann noch der Gegenwind,  die ohnehin nur im Trockendock erprobte Fahrtüchtigkeit überprüft, dann geht einem schnell die Luft aus.

 

Etwas anderes ist auch aktuell. Für mich völlig überraschend, und zu schnell, meine Reha endet diese Woche. Ich war total überrascht und schon etwas traurig, denn es hat mir so richtig Spaß gemacht, und ich glaube es ist etwas weiter gegangen. Ich möchte mich auch hier ganz herzlich bei dem Team der Kurhalle Oberlaa Therme Med bedanken. Wirklich super – großes Danke!!! Hoffe dass ich die nächste Phase genehmigt bekomme, dann sehe ich das Team wieder.
Für mich, ist es einfach schon etwas anderes, ob man nun alleine zu Hause trainiert, oder von Profis begleitet wird, und in einer Gruppe ist. Auch wenn der Rhythmus der gleiche ist.

 

http://www.trainingbeicopd.de/index.html – hier findet man schon einige Hinweis um weiter zu trainieren

und das ist für alle die gerade versuchen zu verstehen, warum atmen so schwierig sein kann, hier mal ein Beispiel wie es denn Puppen gehen kann

 
Breathing Puppets – YouTube

und das nächste Mal wieder mit Fotos

…meine neuen Schuhe sind schnell…

10.06.2017 – mit einer kleinen Verspätung der Post zum Sonntag – war wie immer im Prater, eigentlich wollte ich mit meiner Tochter Radfahren – doch es regnet in strömen, also doch lieber zu Fuß.
Wie das Wetter so will, als ich am Praterstern bin, beginnt der Himmel aufzulockern und die Sonne kommt raus. Die Luft fühlt sich richtig dick an und ich kämpfe manchmal schon mit der Luft, aber es duftet total intensiv. Was mich jedoch am Ende wundert, dass ich obwohl ich nicht das Gefühl hatte, schnell zu gehen auf 45 Minuten kam. – das lag dann doch wohl an den neuen Schuhen.

Am Rückweg genoss ich einfach nur den Prater um bog wo es ging von den Hauptwegen ab, einfach nur wunderschön. Ich liebe diese grüne Oase mitten in der Stadt.

Die Woche Reha, ist auch gut gegangen – darf ein neues Gerät zum Atemmuskeltraining ausprobieren. Es ist ein Computergestütztes Gerät von Powerbreath, und ich muss gestehen es fordert, aber reizt mich auch total, weil man wirklich sehr genau Atemzüge üben kann, und diese visuell dargestellt werden. Ich spüre dabei auch, welche Muskeln ich noch einsetzten kann, um den  Ausatemzug noch länger zu halten. Ich selbst habe schon einmal mit einem Gerät von Powerbreath (Powerbreath Medic Classic) trainiert, habe aber später von meinem Lungenarzt erfahren, dass ich dabei doch etwas aufpassen sollte, da mir damit leicht die Lungenbläschen platzen können. Also mein Tipp immer zuerst mit dem Lungenarzt besprechen – damit auch wirklich ein Trainingseffekt da ist.

…auf dem Pfad der Pferde…

 

 03.06.2017 – Eigentlich bin ich heute überhaupt nur raus um den Kopf frei zu bekommen und nur ja keine Ausreden aufkommen zu lassen – aber Lust hatte ich trotz schönen Tags nicht. Ich bin dann auch nicht auf Zeit gegangen, sondern einfach vor mich hin. Der Prater präsentiert sich zur Zeit einfach schon von seiner schönen Seite, und duftet an jeder Ecke anders.
Und ich genieße es einfach immer wieder durch den nicht kultivierten Teil zu wandern, oder den Trampelpfaden der Pferde zu folgen,  Heute habe mir wieder einmal erlaubt, so richtig laut zu atmen. – Ja das ist nicht alltäglich, denn oft erlaube ich es mir ganz einfach nicht. Aber Tatsache ist, dass es manchmal einfacher ist, wenn man es zulässt, dass Atmen auch einen Klang haben kann.

Auch bei der Reha, kam das Gespräch auf die Tatsache dass wir uns genieren wenn wir ‚komische Geräusche‘ von uns geben. Nur wie ist denn dass wenn jemand beim Gehen einfach singt? Es ist ja mittlerweile selbst singen zu einer ungewohnten Tätigkeit geworden. Ich persönlich glaube einfach, dass wir uns alle und hier meine ich nicht nur Lungenkranke, aber die vielleicht besonders, mehr zutrauen sollten. Denn ich kann nur aus persönlicher Erfahrung sagen, je mehr ich mir es zugestehe dass Anstrengung ein Geräusch hat, oder man einfach auch singen kann, nur weil man sich gerne wieder einmal Luft machen will, umso besser geht es mir. Und ich will auch eigentlich wieder mehr für meine Stimme tun, denn natürlich tun die Sprays der Stimme nicht besonders gut.

 

Und wenn ich schon beim Thema bin, hier ein Link der mir sehr am Herzen liegt – eine super Initiative

 

Der Chor der Atemlosen
https://www.welt.de/sponsored/philips/article159183687/Der-Chor-der-Atemlosen.html