…da war doch was dazwischen…

01.10.2017… dieses Datum lässt mich an den 1. Oktober des Vorjahres zurückdenken und daran, wie die letzten 12 Monate verlaufen sind … Am 01.10.2016 war mein Atelierfest und ich bekam relativ plötzlich ganz schwer Luft. Nicht nur wegen des Stresses, den ich mir machte, und weil ich zwischen Atelier und Werkstatt hin und her ‚laufen‘ musste, sondern auch weil, wie sich herausstellte, meine Ventile nicht mehr so funktionierten, wie sie sollten – und ich gerade noch einen FEV1 Wert von 25% zusammenbrachte. Trotz Training, Reha und regelmäßigem Gehen im Prater.

 

Heute sieht das ganz anders aus. Ich gehe nicht nur meine Runden im Prater, ich fahre auch sehr viel mit dem Rad, ich trainiere und habe einen FEV1 Wert von 36-37%. Alleine diese Woche war ich insgesamt 56km in der Stadt mit dem Rad unterwegs! Soetwas wäre vor einem Jahr undenkbar gewesen.

 

Deswegen muss ich mich hier einfach nochmals bei Doz. Dr. Valipour dafür bedanken, dass er sich darauf eingelassen hat und einem dritten Eingriff zustimmte. Sowie bei meiner Hartnäckigkeit, sowohl was meinen Willen zu einem erneuten Eingriff betrifft, als auch meinen Ehrgeiz beim Training – und dem Wunsch und der Überzeugung, dass es besser werden kann.

 

Im Rückblick wird für mich auch noch mal ganz deutlich erkennbar, wieviel Energie ich durch die Reha in der Therme WienMed gewonnen habe.

Ein ungemein wichtiger Punkt ist auch die laufende Auseinandersetzung mit meiner Krankheit, der Erfahrungsaustausch, das Wissen, wie andere damit umgehen, und was herausragende Menschen trotz – oder eben mit dieser Krankheit leisten können.

 

Ich für meinen Teil habe, wenn ich nach vorne blicke, auch ein kleines ZIel. Ich möchte gerne beweisen, dass man mit Training, richtiger Ernährung und guter ärztlicher Betreuung nicht nur den Verlauf der Erkrankung aufhalten kann, sondern sogar eine Verbesserung herbeiführen kann. Natürlich spielt hier auch noch der soziale Aspekt eine wesentliche Rolle. Und leider muss ich zugeben, dass speziell die Ernährung bei mir noch wesentlich besser sein könnte. Und es gibt noch weitere Potentiale, die ich ausschöpfen möchte. Aber darüber gerne ein anders mal.

 

Hier noch ein kleine Zusammenstellung, wo ich in diesem Sommer mit meinem Rad überall war.

4 thoughts on “…da war doch was dazwischen…

  1. Angela

    Hallo Eberhard,
    ich bin durch Juttas Blog auf Deinen Blog aufmerksam geworden. Mein Name ist Angela und ich selbst habe keine COPD, sondern mein Mann. Ich habe bei Dir gelesen, dass Du Ventile implantiert bekommen hast. Mein Mann hat Ende Oktober einen Termin, bei dem geprüft wird, ob er dafür in Frage kommt. Mich würde interessieren, wie lange es bei Dir gedauert hat, bis Du eine Verbesserung gespürt hast. Auch habe ich noch eine Frage. Ich habe mal gehört, dass eine COPD sich nicht verbessern kann, sondern man „nur“ einen Stillstand erwirken kann. Bei Dir habe ich gelesen, dass Du COPD IV hattest und jetzt III. Das würde ja bedeuten, dass Du Dich um eine Stufe verbessert hast. Das hat in mir die Hoffnung geweckt, dass da doch mehr möglich ist, als ich mir vorstellen kann.
    Herzliche Grüße
    Angela

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    1. Eberhard Jordan Post author

      Liebe Angela,
      schön, dass du auf meinem Blog bist. Zu deiner Frage, wie du vielleicht auf ‚meine Ventilimplantationen‘ gelesen hast brauchte ich drei Anläufe bis es nun wirklich funktioniert und stabil ist. Aber generell hat sich bei mir eine Verbesserung reklativ rasch eingestellt. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich schon vor der Implantation regelmäßig trainiert habe. Auch wenn es ganz schwierig war, und ich oft fast verzweifelt bin.
      Zu deiner Frage der Verbesserung: Ja man sagt dass es ’nur‘ einen Stillstand gibt – wobei die neuen Verifizierungen schon etwas weiter gehen. Ich persönlich glaube dass es sehr wohl eine Möglichkeit der Verbesserung gibt. Wenn ich mir anschaue dass ich vor der Implantation bei 25% Luftvolumen (FEV1) war und jetzt ca 36% so ist das schon ein anderes Leben. Ich kann hier natürlich nicht sagen, wie viel Prozent nun davon die Ventile sind, und wie viel mein Training.
      Ich persönlich möchte beweisen, dass regelmäßiges Training, richtige Ernährung plus natürlich die richtigen Medikamente und Ärzte, sowie ein positives Umfeld sehr wohl zu einer Verbesserung beitragen können. Mein Erklärtes Ziel 40% und dafür trainiere ich regelmäßig, auch wenn es mich manchmal nicht freut, aber wie du vielleicht schon bei einigen Beiträgen mitbekommen hast, ich werde so reich beschenkt, sodass dieser Moment nur ein kurzer sein kann.
      Wenn du noch Fragen hast, melde dich – ich werde sie so gut ich kann beantworten
      Alles Gute und herzliche Grüße
      Eberhard

      Ps: Schau, dass dein Mann sich so viel wie möglich und regelmäßig bewegt. Auch, wenn es manchmal schwierig ist und alles sehr lange dauert bis ein Erfolg da ist.

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  2. Angela

    Lieber Eberhard,
    vielen Dank für Deine Antwort. Das alles mal von jemanden zu hören bzw. zu lesen, der selbst die Ventile bekommen hat, ist sehr interessant und macht auch wahnsinnig viel Hoffnung. In Juttas Blog habe ich schon erfahren, dass man Geduld aufbringen muss. Es ist schon mal gut zu wissen, dass es sich lohnt dranzubleiben, ggf. auch einen zweiten oder dritten Versuch zu starten und selbst mit Training dazu beizutragen, dass es erfolgreich wird. Mein Mann hat ein Lungenvolumen von 30 % und wenn ich lese, dass Dein Ziel 40 % sind, dann gibt mir das wirklich sehr viel Hoffnung. Wir fahren auch sehr gern Fahrrad oder laufen mit unseren Nordic-Walking-Stöcken durch den Wald.
    Ende Oktober hat er erst mal eine Untersuchung, ob er für die Ventile infrage kommt, ich hoffe es sehr.
    Dir weiter alles Gute und nochmals herzlichen Dank.
    Viele Grüße von Angela

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    1. Eberhard Jordan Post author

      Liebe Angela,
      freut mich zu hören, dass es dir Hoffnung macht. Wünsche euch, dass das mit den Ventilen klappt. Bleibt unbedingt dran!
      alles Gute liebe Grüße
      Eberhard

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