…ich bin berührt…

…einigen ist offensichtlich aufgefallen,…

17.12.2017

…dass ich letzte Woche keinen Eintrag gemacht habe. Und dass das auch gleich Anlass zur Sorge sein könnte, das hat mich doch sehr überrascht! – Danke, mir geht es gut! Letzten Sonntag war ich zwar im Prater, aber in meiner Rolle als Opa, und da waren die Wege dann eher von Spielplatz zu Spielplatz und keine 10 Kilometer – aber es war wunderschön.

Was ich daraus gelernt habe: Ich werde jede Woche am Montag einen neuen Beitrag schreiben und sei er auch nur kurz – danke für euer Interesse!

Leider habe ich letzte Woche nur einmal trainiert und auch nicht besonders gesund gelebt. Das hat bei mir nicht nur für ein schlechtes Gewissen gesorgt, heute bekam ich auch die Quittung meines Körpers präsentiert: Die heutigen 5 Kilometer gestalteten sich durchaus durchwachsen. Offenbar bin ich es insgesamt zu schnell angegangen und so ging mir zwischendurch immer wieder die Puste aus. Und die Zeit von 55 Minuten war deswegen alles andere als ‚atemberaubend‘.

 

Zwar war es kalt, aber schön – und wenn die Sonne raus kam, sogar zu warm für meine Winterkleidung. Und während ich unterwegs war, fragte ich mich, warum die Lunge ab einer gewissen Belastung zu ermüden beginnt. Denn die Lunge selbst ist ja kein Muskel. Das muss bedeuten, dass das Muskelgewebe rund um die Lunge ermüdet. Diese Muskeln wiederum  müsste man also trainieren können, sodass diese Zeitspanne länger wird.

 

Hier fällt mir immer mein Tai Chi-Lehrer ein, auch wenn das schon lange her ist. Ein kleiner, älterer Chinese, der uns erklärte: Würde der Mensch wirklich seine ganze Lungenkapazität einsetzen (im Verhältnis Lungengröße zu Körpergröße), müsste er länger tauchen können als ein Wal. Ich habe nie nachgerechnet, ob das stimmt. Aber was ganz sicher stimmt, ist, dass dieser alte Mann in aller Ruhe seine Atemübung zu Ende führte, während wir ‚Jungen’ schon längst keine Luft mehr hatten. Das scheint ja bei einem Athleten wie Russell Winwood auch zu  funktionieren, der gerade in Brisbane bei einen Trainingslauf über 10 km eine Zeit von 1:13:31 hingelegt hat. Wie macht der das bitte??? Das erzeugt bei mir wirklich nur mehr Fragezeichen. Übrigens veröffentlicht er eine durchaus hörenswerte Podcast-Reihe (in Englisch).

 

Ich weiß noch aus eigener Erfahrung, dass nach einem 100-Meter-Sprint nicht die Muskulatur ein Thema war, sondern dass man wirklich außer Atem war.

 

Ich kann jetzt nur von mir sprechen, aber beim Atemtraining (Astrapep) bin ich immer wieder überrascht, wie viele offensichtlich kleine Muskeln man ansteuern kann, um ein Spur länger, eine Spur tiefer zu atmen, und wie viel Training nötig ist.

 

Daher mein Credo: Es geht stets darum, durch kontinuierliches Training möglichst viele Muskeln rund um die Lunge zu aktivieren, denn je trainierter die beteiligten Muskeln sind, desto mehr tragen sie dazu bei, auch die Aktivität der Lunge zu verbessern. Ich stelle mir das manchmal als einen kreisförmigen Bereich vor, der sich rund um Lunge und Herz erstreckt, und wenn das eine oder andere in seiner Funktion irgendwie beeinträchtigt ist, muss ich alles rund herum aktivieren und stärken, damit das zentrale Organ seine lebenswichtigen Aufgaben erfüllen kann.

 

Schaut euch einfach mal an, wie viele Atemhilfsmuskeln der Mensch hat, die man normalerweise gar nicht gezielt ansteuert – das zeigt doch eine Menge an Trainingspotential, oder?
http://yuveo.de/muskeln/atemhilfsmuskulatur.html

Und hier noch eine ganz schöne und übersichtliche Erklärung zum Thema, sehr empfehlenswert:
http://yuveo.de/muskeln/atemhilfsmuskulatur.html#Anchor-1031

 

Nun steht Weihnachten vor der Tür und kurz daruf der Jahreswechsel, die Zeit der Rückblicke, und guten Vorsätze.

 

Ich werde auch nächsten Sonntag wieder in den Prater gehen, der nächste Blogbeitrag wird aber erst nach Weihnachten erscheinen. Darum sage ich allen Lesern schon heute: Danke für eure Aufmerksamkeit und ein wunderschönes Fest!

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