Monthly Archives: April 2018

…endlich wieder radfahren…

…natürlich mit einem alten Bekannten…

 

15.04.2018 – Mit Hermann van Veen’s ‚Kleiner Fratz‘ im Kopf geht es los, unbeschwert und Sonne am Kopf und im Herzen. Nach mehr als 30 Kilometer ist dann weder von der Sonne noch von unbeschwert etwas geblieben, sondern die Gewissheit dass ich morgen einen handfesten Muskelkater haben werde,  hat gesiegt. – schön war es trotzdem.

 

Schon bemerkenswert, wie sehr anders sich eine Stadt sonntagmorgens bei schönstem Wetter anfühlt, oder war es einfach ein bisschen Übermut. Wahrscheinlich beides,  irgendwie schläft sie noch und die wenigen die sich auf die Radwege verirren, grinsen ebenso dämlich vor sich hin wie ich. Muss die Frühlingsdroge sein die in der Luft liegt.

 

Nach meinem Frühstückstop und der ersten kleineren bergauf Strecke, traf ich auf einen alten Bekannten, meinen geliebten Gegenwind. Der scheint einfach an der Donau beheimatet zu sein, und darauf zu warten dass ich komme. Da bemerkte ich doch, dass ich schon länger nicht mehr im realen Leben Rad gefahren bin, und meine Muskeln doch etwas mehr beansprucht werden. Interessanter Weise war es tatsächlich nicht so sehr die Luft die fehlte, als wirklich die Muskulatur meiner Beine. Und irgendwann war dann doch die Frage ob dies so eine gute Idee war, da noch die ganze Retourstrecke anstand. Aber was soll es, auf der Donauinsel gibt es keinen Shuttleservice. Also durch da, die letzten Kilometer schmerzten meine Beine dann doch einigermaßen, vor allem, nachdem es nur mehr ‚bergauf‘ ging. – geschafft habe ich es trotzdem und weiß nun, dass da schon noch einiges an Training von Nöten ist.

 

 

Ps. Die Lösung für das Rätsel der Blumen vom letzten Mal – diese rosa Blumen heißen Schuppenwurz! die Schuppenwurz zapft mit ihren Saugwurzeln die Wurzeln ausdauernder Pflanzen,  hauptsächlich Erle, Hasel, Pappel an und entzieht diesen Wasser, Nährsalze und organische Substanzen. Sie ist somit ein Vollschmarotzer, braucht kein Sonnenlicht und kann im dunklen Wald wachsen.

…wenn die Seele auf die Lunge drückt…

…atme ich die Sonne ein…

 

08.04.2018 – In meinem Leben kündigt sich nun nach all den Gesundheitlichen Hürden eine ziemliche Überprüfung meiner beruflichen und damit verbunden der Wohnsituation an. Und daraus ergebende Veränderungen, die mir durchaus Angst machen und auch gewisse Unsicherheiten und Anstrengungen beinhaltet. Und das alles legt sich ziemlich auf meine Lunge (leider auch messbar), und ist mit einfachen Übungen und gutem Zureden nicht mehr weg zu bekommen. Und ich weiß ich kann erst wieder ‚frei atmen‘ wenn ich all das geordnet habe und weiß wohin ich wie gehe. Das benötigt aber noch Zeit und jede Menge an Gedankenarbeit.

 

Aber was tun bis dahin? – Keine Ahnung – davon einfach den Atem nehmen lassen? – Ja geht manchmal gar nicht anders, und dann ist es für mich besser einfach mal zu sitzen und zu warten, zur Ruhe zu kommen, und die Puzzleteile mal Teile sein zu lassen und einfach etwas anderes zu tun, oder auch gar nichts.

 

Aber gestern war ein strahlend schöner Sonntag, allerdings mit kaltem Gegenwind. Nach kurzer Eingehzeit, überkam mich das Gefühl ich müsste nun meinen Mund weit aufreißen, die Luft einsaugen, einströmen lassen wie ein heilendes Elixier, und dabei innerlich zu mir sprechen, …‚ich atme Leben‘……‚ich atme Leben‘……‚ich atme Leben‘…und während diese Gehens wurde die Sonne stärker, und mein Mandala ergänzte sich um …ich atme Sonne…, …ich atme Sonne…, …ich atme Sonne…, und dabei öffnete ich rhythmisch meine Arme, als wollte ich jemanden empfangen. Und ich ging und ging, und konnte fast alles rund um mich vergessen. Ich möchte nicht wissen wie blöd das ausgesehen hat, aber es war mir egal, ich war einfach in atmender Rhythmus und es tat mir gut.

 

Jetzt soll das alles kein Plädoyer für Esoterik sein, da denke ich nicht hin, aber ich glaube wenn außergewöhnliche Situationen auf einem zukommen, darf man auch mit außergewöhnlichen Mitteln antworten. Und ich bin mir auch nicht sicher ob derartiges Tun für andere anwendbar ist, aber ich denke da muss einfach wirklich jeder seinen Weg finden.

 

Ich für mich, bin mir für nichts zu blöde wenn es mir in Situationen wie diesen hilft, die Anspannung die angespannte Atmung etwas zu lockern, neue Energie rein zu bekommen. Und da bin ich oft einfach dankbar, dass mein Körper genügend Eigenfantasie hat um immer wieder neue Energiequellen zu entdecken, und sie mir einfach als eine Möglichkeit des Umganges präsentiert.

 

Hier mal die Bilder von gestern, sonnige Zeiten. – Und wer kennt die rosa Blumen?

und hier noch die Fotos von letzter Woche

…da hat der Osterhase etwas versteckt…

…in 3 Tagen feiert myCOPD-Blog den ersten Geburtstag.

01.04.2018 – aus diesem Grunde etwas Besonderes, eine kleine Zeitreise viel Vergnügen.

 

Im Winter 2017 habe ich beschlossen diesen Blog zu schreiben, und begonnen meine Rundgänge fotografisch zu dokumentieren. Die ersten Fotos und Blogbeiträge entstanden am 29.01.2017 und am 04.04.2017 ist www.myCOPD-Blog dann online gegangen, in dem kleinen Film kommt natürlich der Sommer etwas zu kurz da ich da doch öfter mit dem Fahrrad unterwegs war.

 

Ich möchte mich bei allen bedanken die mich bei diesen Tätigkeiten begleiten und unterstürzen. Und natürlich auch bei Euch allen die Ihr lest, abonniert, liked und kommentiert, – Danke.