Category Archives: Psyche

…da ist was dazwischen gekommen…

…ja da ist mir meine Nase dazwischen gekommen,…

 

17.06.2018 – …die meinte sie muss jetzt mal so richtig bluten – bis ich mit der Rettung ins Spital kam, und das gleich drei Mal hintereinander.

 

Und beim dritten Mal ist mir etwas gelungen. Die Situation war zwar echt alles andere als aufbauend sondern eher wirklich grauslich, aber da saß ich nun mit meiner Nierenschale unter der Nase und begann mir Mandala mäßig zu erklären

 

‚alles wird gut‘
‚der weiß schon was er tut‘
‚und du kannst einfach nichts besseres beitragen als ganz ruhig zu atmen‘

‚alles wird gut‘
‚der weiß schon was er tut‘
‚und du kannst einfach nichts besseres beitragen als ganz ruhig zu atmen‘

Ich weiß nicht wie lange ich das dann praktiziert habe, aber irgendwann war ich wieder an der Reihe, und während der Arzt seines Berufes nachkam – bin ich einfach nur stoisch dagesessen  –‚du kannst nichts besseres beitragen als ganz ruhig zu atmen, einfach ganz ruhig atmen, – du kannst nichts Besseres beitragen als ganz ruhig zu atmen, einfach ganz ruhig atmen ‘…. und irgendwann hat er dann meine Nase ausgelassen.

 

Jetzt einige Tage später ist meine Nase zwar noch immer mehr verbogen als ohnehin, aber ich kann zumindest teilweise wieder über beide Nasenlöcher atmen. Und das nutze ich doch gleich für eine kleine Radtour. Schöne Zeit und genießt den Sommer!

…wenn die Seele auf die Lunge drückt…

…atme ich die Sonne ein…

 

08.04.2018 – In meinem Leben kündigt sich nun nach all den Gesundheitlichen Hürden eine ziemliche Überprüfung meiner beruflichen und damit verbunden der Wohnsituation an. Und daraus ergebende Veränderungen, die mir durchaus Angst machen und auch gewisse Unsicherheiten und Anstrengungen beinhaltet. Und das alles legt sich ziemlich auf meine Lunge (leider auch messbar), und ist mit einfachen Übungen und gutem Zureden nicht mehr weg zu bekommen. Und ich weiß ich kann erst wieder ‚frei atmen‘ wenn ich all das geordnet habe und weiß wohin ich wie gehe. Das benötigt aber noch Zeit und jede Menge an Gedankenarbeit.

 

Aber was tun bis dahin? – Keine Ahnung – davon einfach den Atem nehmen lassen? – Ja geht manchmal gar nicht anders, und dann ist es für mich besser einfach mal zu sitzen und zu warten, zur Ruhe zu kommen, und die Puzzleteile mal Teile sein zu lassen und einfach etwas anderes zu tun, oder auch gar nichts.

 

Aber gestern war ein strahlend schöner Sonntag, allerdings mit kaltem Gegenwind. Nach kurzer Eingehzeit, überkam mich das Gefühl ich müsste nun meinen Mund weit aufreißen, die Luft einsaugen, einströmen lassen wie ein heilendes Elixier, und dabei innerlich zu mir sprechen, …‚ich atme Leben‘……‚ich atme Leben‘……‚ich atme Leben‘…und während diese Gehens wurde die Sonne stärker, und mein Mandala ergänzte sich um …ich atme Sonne…, …ich atme Sonne…, …ich atme Sonne…, und dabei öffnete ich rhythmisch meine Arme, als wollte ich jemanden empfangen. Und ich ging und ging, und konnte fast alles rund um mich vergessen. Ich möchte nicht wissen wie blöd das ausgesehen hat, aber es war mir egal, ich war einfach in atmender Rhythmus und es tat mir gut.

 

Jetzt soll das alles kein Plädoyer für Esoterik sein, da denke ich nicht hin, aber ich glaube wenn außergewöhnliche Situationen auf einem zukommen, darf man auch mit außergewöhnlichen Mitteln antworten. Und ich bin mir auch nicht sicher ob derartiges Tun für andere anwendbar ist, aber ich denke da muss einfach wirklich jeder seinen Weg finden.

 

Ich für mich, bin mir für nichts zu blöde wenn es mir in Situationen wie diesen hilft, die Anspannung die angespannte Atmung etwas zu lockern, neue Energie rein zu bekommen. Und da bin ich oft einfach dankbar, dass mein Körper genügend Eigenfantasie hat um immer wieder neue Energiequellen zu entdecken, und sie mir einfach als eine Möglichkeit des Umganges präsentiert.

 

Hier mal die Bilder von gestern, sonnige Zeiten. – Und wer kennt die rosa Blumen?

und hier noch die Fotos von letzter Woche

…wenn das Training richtig gut tut…

…ist es einfach ein geiles Gefühl.

 

18.03.2018 – Es gibt Tage, da macht mir das Training einfach richtig Spaß und ich habe das Gefühl dass etwas weiter geht.

 

Letzte Woche war so eine Woche, bereits beim Atemtraining (bei mir mit Astra Pep) konnte ich den Wert den ich in letzter Zeit immer nur teilweise erreicht habe über die ganzen 15 Mal halten, was mich sehr gefreut hat. Hier hilft mir einfach auch immer die Vorstellungskraft, wo noch Atemhilfsmuskeln sind, und manchmal auch das Bild wie sich meine Lunge ausdehnen kann. Unabhängig davon spreche ich beim Training die ganze Zeit mit meinem Körper, lobe ihn feuere ihn an …, mir hilft es,  denke ich zumindest.

 

Dann beim Ergometer, habe ich mir schon im Vorfeld vorgenommen einen neuen Rekord aufzustellen. Und es hat geklappt, und ich muss gestehen ich mag ja dieses Gefühl, wenn ich mich voll auf die Gleichmäßigkeit meiner Atmung und der Beine konzentrieren kann und vor meinem inneren Auge ein Film abläuft, der mir ein kleines Lächeln auf die Lippen zaubert. Ob das wirklich so ist weiß ich nicht, aber es spürt sich so an. Ich muss auch sagen, dass ich sicher die Hälfte der Trainingszeit die Augen zu habe, und mir irgendwelche Landschaften vorstelle, oder dass mich meine Tochter begleitet. Einen besonderen  Trick habe ich mir angewöhnt, immer wenn es sehr schwierig wird, hole ich mir im Gedanken Russel Winwood als Trainingspartner – und das hilft dann um über solche Phasen zu kommen.  Wenn das Ausdauertraining geschafft ist, ist für mich zumindest schon drei viertel gewonnen.  Denn beim Krafttraining kann eigentlich nicht viel schief gehen. Außer dass es etwas zieht und schmerzt (nicht im negativen Sinn), das mag ich sogar, – aber vielleicht ticke ich da auch etwas seltsam. Ich muss hier einfügen als Jugendlicher habe ich mal eine Zeit lang doch sehr intensiv Leistungssport betrieben, und wie ein Freund meinte, ‚…wahrscheinlich kann dein Körper diese Informationen wieder abrufen…‘ – schon möglich. Ich geniere mich auch nicht laut mit zu zählen, das hilft, und stört ja niemand, und ich weiß ja dass diese Anstrengung ja nur zeitlich begrenzt ist.

 

Und für mich natürlich der angenehmste Teil, ist die Beweglichkeit, das ist eher dann immer einfach so ein Ausklang.

 

Und so sind dann bald mal knappe 3 Stunden um, und manchmal bin ich dann so richtig zufrieden mit mir. So wie letzte Woche ?;-)

 

Und gestern benötigte ich dann echt einen Kran um überhaupt aus dem Bett zu kommen und der Blick aus dem Fenster, trieb mich gedanklich sofort wieder dorthin zurück. Schneegestöber anstatt Frühling, und der Wind verhieß auch nicht gerade ein laues Lüftchen.

 

Ja diesmal viel es mir wirklich extrem schwer, mich zu einem Rundgang durch den Prater zu animieren. Gedanklich bin ich, glaube ich, 10 Mal umgedreht, und erst gar nicht aus dem Haus gegangen. Abgefunden habe ich mich erst als ich schon Mitte auf der Strecke war, und der Gedanke des umdrehens nicht mehr wirklich Sinn machte. Also ja ich bin gegangen aber Spaß hat das heute leider keinen gemacht. Ich habe einfach das Gefühl es ist jetzt schon wirklich genug mit Winter – also hoffentlich wird es bald wirklich Frühling, mit Blüten und Vogelgezwitscher und so… – in diesem Sinne eine schöne Woche.