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…ich hab ein knall rotes Gummiboot…

…und mein Fahrrad das kann fliegen.

 

29.04.2018 – Ich habe ja erzählt dass ich immer wieder beim Training in meine Phantasie reise. Auch habe ich immer wieder das Problem, dass mir beim Ausdauertraining mein Puls davon läuft.

 

Letzte Woche konnte ich ihn austricksen, und zwar so richtig.

 

Auf meiner Reise startete ich wieder einmal aus der Vogelperspektive, und flog über die Straßen gleitete in die Kurven, entlang von  steilen Klippen, durch Felstunnel, bis ich wieder auf meinem imaginären Fahrrad saß. Ich habe meist so nach 10 Minuten meine schwierige Bergstrecke zu bewältigen, da geht dann der Puls auch steil bergauf, und die Atmung hat Schwierigkeit den Rhythmus zu finden. Doch diesmal war das Timing perfekt, ich erreichte die Anhöhe noch bevor es richtig anstrengend wurde, dann ging es bergab, ganz leicht mit ganz viel Fahrtwind ruhig hinunter zum Fluss und entlang von Gräsern, Schilf raus auf das Wasser, mit meinem kleinem roten Tretboot. So strample ich der Sonne entgegen. Interfunktionales treten nenn ich das, egal ob als Flugzeug, Fahrrad oder Tretboot, da gibt es sicher noch mehr ‚tretbare‘ Fortbewegungsmittel. Besondere Aufmerksamkeit widmete ich den Umdrehungen, immer wenn der Puls nach oben zu wandern begann, wurde ich langsamer und siehe da der Puls blieb ziemlich konstant im 130er Bereich, so erreichte ich zwar durchgeschwitzt aber glücklich nach 35 Minuten mein Ziel.

 

…eigentlich wollte ich nur Frühstücken fahren…
….aber dann war der Ruf der Sonne doch zu stark.

 

Sonntagmorgen, ab in den Prater (mit einem Lied im Kopf) durch die stille Stadt und die ganze  Hauptallee entlang, einfach herrlich,  in die Sonne blinzeln und frühstücken inklusive. Da konnte ich dann einfach nicht wieder nach Hause fahren. Also, gestärkt und munter ging mein Weg an die Donau, ich wollte eigentlich nur schauen wie viel Gegenwind ich denn wohl hätte. Na ja – schien ja nicht so viel, also hatte ich keinen Grund umzudrehen. Somit wieder einmal ab zum Kraftwerk Freudenau. Und irgendwie bin ich dann doch ganz schön stolz auf mich, wenn ich sehe das gesunde Menschen ihre Fahrräder die Steigung hoch schieben, und ich es schaffe hoch zu fahren, auch wenn ich dann keuche und eine Pause machen muss.

 

Danach zügelte ich allerdings meinen Bewegungsdrang und machte mich doch auf dem Heimweg, was im Endeffekt ganz schön gut war, da zu Hause dann meine Beine dann doch etwas müde waren. Aber es war wunderschön.

 

Hier ein paar Bilder, wünsche viele Sonnenstrahlen und genießt die Zeit.

…hat sie ein Loch?…

…zeigst du mir das? 

 

04.02.2018 – Das war die Reaktion meines Enkels auf meinen Versuch zu erklären, dass meine Lunge nicht mehr ganz so funktioniert, wie sie soll. – Also, wie erklärt man denn das wirklich? Und nicht nur seinem Enkel?

 

Da steht jemand vor dir, der sieht ganz ganz normal aus, dem fehlt nicht offensichtlich etwas, er ist auch nicht etwa durch einen Sauerstoffschlauch eindeutig als krank gekennzeichnet. Ich möchte hier nochmals auf den Artikel in Juttas Blog ‘für einen offenen Umgang mit der Krankheit‘ hinweisen. Könnte dem einem oder anderem helfen.

 

Da gibt es ja dieses oft zitierte Beispiel: Stellen Sie sich vor, Sie müssten durch einen Strohhalm atmen und dabei Stiegen steigen oder den Haushalt machen. Das ist sicher eine anschauliche Idee, aber trotzdem kein Vergleich, denn keiner probiert das für ein paar Stunden oder gar einen ganzen Tag. Ich habe jetzt auch gelesen, dass es Trainingsmasken für Läufer gibt, bei denen man den Luftwiederstand einstellen kann, um dadurch die Atemmuskulatur zu stärken – an den Anblick muss man sich erst noch gewöhnen, angeblich auch an den Tragekomfort.

 

Als ich heute in der Früh losgestartet bin, hatte ich immer noch die Aussage meines Enkels im Ohr. Darum wollte ich mal möglichst genau darauf achten, was mir nun also eigentlich fehlt. – Nun, da ist vor allem das ständige Gefühl, da müsste noch mehr Luft rein gehen. Andererseits heißt es ja, dass zu wenig Luft raus geht. Das verspüre ich wiederum weniger. Im Gesamten aber irgendwie ein Nullsummenspiel. Für einen gesunden Menschen müsste es etwa so sein, als würde jeder Atemzug bei der Hälfte gestoppt – und das andauernd, also halb so viel rein, halb so viel raus. So, kommt mir mir, kann man sich das vorstellen.

 

Tatsache ist, dass egal wie sehr ich mich bemühe Luft rein zu bekommen, es offensichtlich noch deutlich zu wenig ist, und dies schlägt sich dann auf die Sauerstoffsättigung im Blut und damit auf die Leistungsfähigkeit.

 

Und wie fühlt sich eine geringe Sauerstoffsättigung an? Da kann ich wie immer nur von mir sprechen: Ich beginne relativ rasch zittrig und damit verbunden nervös zu werden, ob sich das eh noch ausgeht und sich wieder stabilisiert. Das ist meiner Meinung eine der wirklich unangenehmen Erscheinungen – z. B. wenn ich mich nur ein wenig beeilen muss, um eine Straßenbahn zu erreichen, dann brauche ich bis zur nächsten Station, um meinen Atem und meinen Puls wieder stabil zu bekommen. Auch wenn ich mich wegen etwas aufrege (kann auch eine völlige Kleinigkeit sein), gibt es einen ähnlichen Effekt.

 

Die innere Stressreaktion hängt natürlich auch damit zusammen, dass sich solche Situationen wie ein „Reminder“ in meinen Kopf gebrannt haben. Denn als ich die letzten beiden Male kollabierte und erst auf der Intensivstation wieder zu mir kam, begann es da auch mit genau diesem Zittern, später Vibrieren meines Körper, was mir klar machte, dass mit mir etwas gröber nicht stimmte. Auch das ist etwas, wie mir scheint, was anderen Menschen kaum verständlich ist. Dass man außer Atem kommt und nach Luft schnappen muss, ist nachvollziehbar, das kennt jeder irgendwie, aber ein Zittern?

 

Jeder Körper reagiert auf gröbere Schwankungen in der Sauerstoffsättigung unterschiedlich, zumeist aber sehr empfindlich, denn hier geht es sehr schnell um mehr als nur Atemlosigkeit. Das kann bis zu plötzlicher Ohnmacht führen und dagegen setzt sich der Körper natürlich zur Wehr. ‚Lustig‘ ist, dass sich kein diesbezüglich gesunder Mensch Gedanken über seine Sauerstoffsättigung im Blut macht. Für COPD-Patienten ist das andauernd Thema. Deswegen sollte meiner Meinung nach die regelmäßige Kontrolle inkl. schriftlicher Dokumentation auf der Tagesordnung stehen – wie Zähneputzen. Und das Mitführen eines Oximeters bei anstrengenden Arbeiten oder während des Trainings ein Muss sein.

 

Jetzt bin ich etwas von der Eingangsfrage meines Enkels abgekommen. – Dafür habe ich noch keine Lösung. Ein offensichtlicher Unterschied zu mir besteht darin, dass er, während wir Kilometer weit gehen, wie eine unerschöpfliche Quelle reden und erzählen kann, von großen Abenteuern wie vom üblichen Tagesverlauf, und dabei anscheinend keinen Moment daran denkt, auch nur einmal Luft zu holen. Und es ist wunderschön mit ihm und meinen Töchtern durch den Prater zu wandern und dann auch noch einen Faschingsumzug zum Abschluss präsentiert zu bekommen. Noch dazu mit einer eigenwilligen Aufarbeitung der in Österreich wieder entfachten Debatte zum Thema Gastronomie und Nichtraucherschutz. Also jetzt schnappe ich mal nach Luft und wünsche viel Spaß.

…wenn die Atempumpe nicht so recht will…

…leider musste ich öfter Pause machen.

07.01.2018

 

Und dies, obwohl es aus meiner Sicht eigentlich keine Ursache dafür gab. Das nennt man wohl Tagesverfassung.

Nachdem ich mich nun schon des längeren mit der Atmung und ihrer Trainierbarkeit beschäftige, habe ich hierzu nun auch eine interessante Meinung von einer absoluten Expertin bekommen. Dankenswerterweise hat Dr. Elisabeth Czuchajda von der Therme WienMed mir folgende Informationen zum Thema zukommen lassen:


Unsere Atmung wird über die Lunge und die ATEMPUMPE* sichergestellt

 

Einschränkungen des Gasaustausches, der die Lieferung von Sauerstoff (O2) und den Abtransport von Kohlendioxid (CO2) umfasst, können auf Störungen sowohl der Lunge als auch der Atempumpe beruhen.

 

Die Kapazität der Atempumpe ist auch von der Kraft der Atemmuskeln abhängig. Durch die Veränderungen im Rahmen der COPD müssen die Atemmuskeln mehr leisten und ermüden rascher. Als Schutzreaktion des Körpers gegen eine Überlastung der Atempumpe wird in den Lungenbläschen weniger Luft ausgetauscht, was zur Folge hat, dass im Blut zu wenig Sauerstoff aufnommen wird und das Kohlendioxid nur unzureichend abtransportiert werden kann.

 

Man kann die Atemmuskulatur aber trainieren

 

Bei der COPD erfolgt das ATEMMUSKELTRAINING zumeist in Form eines Trainings der Einatemmuskeln (Inspirationsmuskeltraining oder inspiratorisches Atemmuskeltraining). Bei dieser Trainingsmethode zieht man so stark wie möglich an dem Trainingsgerät. Dadurch wird zunächst ein Druck aufgebaut, der zunehmend ansteigt. Wird der am Gerät eingestellte Schwellenwert überschritten, öffnet sich ein Ventil und Luft strömt ein. Aus der statischen Druckerzeugung wird nun eine dynamische, aktive Atemmuskelarbeit.

 

Nähert sich das Einatmen ihrer maximal möglichen Tiefe, nimmt die Kraft oder anders ausgedrückt der Druck ab. Der am Gerät eingestellte Schwellenwert wird unterschritten und das Ventil schließt sich wieder. Es folgt eine kurze statische Druckerzeugung und das Einatmen wird beendet. Dann erfolgt das Ausatmen meistens in das Gerät gegen einen geringen Widerstand, der das Ausatmen unterstützt.

 

Mit dieser Trainingsmethode werden bedeutsame Effekte erzielt. Die Atemnot nimmt ab, die Leistungsfähigkeit steigt und damit nimmt die Lebensqualität zu. Das funktioniert aber NUR bei regelmäßigem Training!

 

Dr. Elisabeth Czuchajda

FA für Innere Medizin (Kardiologie) Therme WienMed


*Atempumpe (Wikipedia): Die Lungenventilation, kurz auch als Ventilation bezeichnet, beschreibt die Atmung in der Bedeutung Lungenbelüftung. Sie wird ermöglicht durch die sogenannte Atempumpe, zu der die Knochen und Gelenke des Brustkorbs, die Atemmuskulatur (insbesondere das Zwerchfell und die Zwischenrippenmuskeln) und alle weiteren für die Ventilation notwendigen Strukturen zusammengefasst werden.

 

…ja das war knackig…

…kalt und schön.

 

03.12.2017 Wenn es jetzt noch geschneit hätte, wäre es perfekt gewesen. Als ich heute Früh losging, war Hochnebel, die Luft eisig und ein kalter Wind wehte durch die Stadt. Ich muss ja gestehen, ich mag das. Meine Zeit von 50 Minuten für die 5 km war kein Rekord, aber okay, wie überhaupt diese Woche trainingsmäßig in Ordnung war, immerhin nähere ich mich beim Ergometer schon der 30-Minuten-Marke bei 70 Watt, zum Vergleich: Als ich die Reha verließ (Ende Juni 2017), lag ich zwischen 55 und 60 Watt.

 

Bezüglich Winterzeit weiß ich aus diversen Foren, dass sich viele mit der kalten Jahreszeit schwertun oder sie fast gar nicht zu meistern ist.

 

Nun gut, ich habe vor einem Jahr doch etwas in meine Ausrüstung investiert, gefütterte Hose, dicke, winddichte Jacke, winterfestes Schuhwerk und Funktionswäsche. Zugegeben, als ich das erste Mal nach – wie vielen? – Jahren wieder in ein Sportgeschäft ging, war das schon etwas komisch und hat mich Überwindung gekostet. Aber nun bin ich überglücklich, diesen Schritt getan zu haben – da ich nun mit Sicherheit weiß, es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung. – Also mein Appell: Schenkt euch zu Weihnachten winterfeste Ausrüstung, und dann ab hinaus!

 

Das mit der kalten Luft kann ich nur so beantworten, dass ich glaube, dass sich der Körper einfach an die wechselnden Luftqualitäten gewöhnen muss – und dafür muss er irgendwann mal die Chance bekommen, damit zu beginnen. Ob ein Schal oder – wie es einige machen – ein Strumpf vor dem Mund die richtige Lösung ist, kann ich wirklich nicht beantworten, weil ich es wenn möglich vermeide, da ich dann weniger Luft bekomme.

 

Aber hier vielleicht mal ein paar allgemeine Überlegungen zum Thema ‚Wahrnehmen der Jahreszeiten‘, und vielleicht sind ja ein paar Gedanken brauchbar.

 

Wenn ich mir das so überlege, leben viele Mensche heute in einem Rhythmus, der verhindert, die Unterschiede der Jahreszeiut überhaupt zu erleben, besonders wenn einem nicht der eigene Hund ins Freie treibt. Wir wohnen in klimatisierten Räumen oder zumindest in möglichst auf der gleichen Temperatur gehaltenen, fahren in einem klimatisierten Auto und landen dann an einem klimatisierten Arbeitsplatz oder im Einkaufszentrum. In so einem verflachten Rhythmus ist das Erleben einer für die Jahreszeit typischen Temperatur – egal ob Sommer oder Winter – natürlich eine ungewohnte Herausforderung. Mag sein, dass das überzogen klingt, aber ich denke schon, dass es vielleicht für den Körper leichter ist, mit den Rhythmus der Jahreszeiten mit Regen, Schnee, Sonne … umzugehen und sich darauf einzustellen (zu wachsen), wenn er diesen auch kontinuierlich ausgesetzt wird. Zumindest erlebe ich das so an mir. Und ist es nicht genauso schön, wenn die Sonne im Winter auf Eis und Schnee fällt wie im Sommer auf eine Wasserfläche? Wie auch immer, vielleicht bin ich romantisch veranlagt.

 

Was ich sagen und vermitteln will: Gebt eurem Körper die Chance, mit den Jahreszeiten zu leben, und spürt, wie euch das Erlebnis vielleicht bereichert. Und wie immer, kleine Schritte sind auch Schritte auf dem langen Weg der möglichen Besserung – und bitte Impfungen nicht vergessen!

 

Hier noch zwei Links zum Thema Winter, Wandern (dieser ist in Englisch) und Impfen:

http://www.leichter-atmen.de/atemphysiotherapie/pflege-der-oberen-atemwege-tipps-fuer-den-winter

https://copd.newlifeoutlook.com/safe-walking/?utm_source=Facebook&utm_medium=Social

http://www.leichter-atmen.de/copd-news/patientenratgeber-impfen

 

…meine kleinen Tricks…

…helfen mir immer wieder über die Runden.

 

20.10.2017  Diese Woche lief trainingsbezogen eigentlich ziemlich gut, allerdings hat mein Puls nicht immer mitgespielt. Denn zwei Mal musste ich das Ausdauertraining am Ergometer abbrechen, weil mein Puls nach ca. 20 Minuten bei 160 war. Keine Ahnung, warum. Und dann beim dritten Anlauf am Freitag war alles anders: Ich fühlte mich pudelwohl, 20 Minuten bei 65 Watt bedeuteten sogar einen neuen Rekord. Ich habe keine Idee, warum das so unterschiedlich gelaufen ist – vielleicht bekomme sich das noch heraus.

 

Aber es gibt da etwas, wovon ich gerne erzählen möchte, und zwar von meinen kleinen Helferlein.

 

Wenn ich mein Training beginne, ist das für mich einfach immer eine Überwindung. Und dann möchte ich natürlich spüren, dass ich weiter komme, dass sich etwas tut. Beim Krafttraining ist das ja noch relativ einfach. Wenn es anstrengend wird zähle ich einfach ganz laut mit – das hilft mir ungemein. Schon bemerkenswert, was so ein laut gestöhntes „13, 14 und 15“ bewirken kann.

 

Aber viel ‚trickyer‘ ist das am Ergometer. Ausdauertraining dauert einfach viel länger. Hier helfe ich mir gerne mit inneren Bildern, die mich diese Zeit besser, intensiver oder liebevoller erleben lassen.

 

Ich schließe meine Augen, stelle mir Landschaften vor, die Donau, das Meer, eine Insel, was auch immer mir beliebt. Und dann gibt es einen Punkt, dort, wo es schwierig wird und ich aus dem Rhythmus komme, wo Atem und Beine plötzlich nicht mehr zusammenpassen und ich das Gefühl habe, jetzt hör ich auf. Da kommt dann vor meinem inneren Auge plötzlich mein Enkel auf seinem Fahrrad  daher. Und strampelt, so wie er es mir einmal erzählt hat (…dann fahr ich ganz schnell…), an mir vorbei, begleitet mich. Und wenn es noch schwieriger wird, taucht wie aus dem nichts auch meine Tochter auf – und wenn es dann wirklich anstrengend wird, hole ich mir gedanklich als meinen Tempomacher Russel Winwood dazu. Und siehe da, ich habe die 35 Minuten überstanden, vielleicht sogar mit neuem Rekord.

 

Mein Appell, wenn dieser überhaupt von Nöten ist:  Sammelt in eurem Inneren Bilder, die für euch schön sind, und setzt sie in Zeiten, die etwas anstrengend sind, ein.

 

Zu einem ähnlichen Thema gibt es auch auf http://www.leichter-atmen.de/kopfsache/meine-kraftquellen-fuer-mehr-wohlbefinden Tipps zum alltäglichen Umgang mit Herausforderungen, die jedem ins Haus stehen.

 

Hier noch einige Bilder meines heutigen Ausfluges, in einen zugegeben windigen und feuchten Prater – dabei waren mehr Menschen unterwegs als erwartet.

…wenn ein Tag schon so beginnt…

…wie kann er da nur weiter gehen!

 

15.10.2017 Mit viel blauem Himmel, das kann ich jetzt schon versprechen. Ein wunderbarer Tag, kaum Wind, der Himmel einfach nur strahlend – der Herbst zeigt sich von seiner buntesten Seite.

 

Ich konnte etwas mehr als 40km durch Wien, den Prater und über die Donauinsel radeln. Und es war einfach nur schön. – Ja, ich habe einfach Riesenglück!

 

Ich habe diese Woche mit meinem Zimmerkollegen aus dem Otto Wagner Spital telefoniert. Er kämpft – trotz Operation mit Coils auf dem zweiten Lungenflügel – schon wenn er den Haushalt erledigen muss, mit der Luft.  Umso bewusster wird mir, welches Glück ich habe, das alles erleben zu dürfen. Den Fahrtwind, die Farben, den Geruch und natürlich die Sonne auf meiner Haut und die angenehme Herbstluft in meiner Lunge. Auch wenn ich nach einigen Steigungen mal keine Luft mehr bekomme, meine Beine schmerzen und ich mich immer wieder frage, warum ich mir denn all das antue. – Die Antwort ist und bleibt ganz einfach:  Ich will das tun, um all das möglichst lange erleben zu können.

 

Aber was fängt mein Zimmernachbar mit diesen Geschichten an? Nun, vielleicht kann ich ihn dazu ermutigen, dass er doch öfter raus geht. Sei es, einen Kaffee zu trinken oder einzukaufen, damit er sich freut, wenn er ein paar Meter weiter kommt. Oder dass er auch nur kleine Übungen macht, damit er noch bewusster auf seinen Körper achtet und bemerkt, dass es ihm dann besser geht. Niemand muss Kilometer mit dem Fahrrad fahren, es reicht schon, wenn man beginnt, regelmäßig und behutsam einmal um den Häuserblock zu gehen. Denn schon nimmt man die Umgebung, das Wetter wahr, man merkt, wo man Pausen benötigt und wie sich dies verändert – und man ist wieder Teil des Lebens.

 

Auch ich habe „klein“ angefangen. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich 2014 mit Begleitung um den Häuserblock „gegangen“ bin.

 

Hier nun noch ein paar himmelblaue Fotos von meiner kleinen Reise.

…eine schöne Tour zu dritt…

29.07.17 – ja heute hatte ich das Vergnügen von meiner Tochter und ihrem Freund begleitet zu werden. Und sie waren gar nicht wenig überrascht, wo ich schon überall mit meinem Fahrrad war. Es war echt ein heißer Samstag aber durch den leichten Wind angenehm zu fahren. Sonst kann ich diese Woche nicht besonders viel erzählen, da nur wenig passiert ist und auch nicht viele neue Inputs bekommen habe. Allerdings möchte ich, wie schon in einigen FB Foren geteilt und verbreitet, einen Artikel aus der ‚Apotheken Umschau‘ promoten, der ein wirklich wichtiges Thema aufgreift – Luft und Angst. http://www.apotheken-umschau.de/Psyche/Wenn-Angst-die-Kehle-zuschnuert-503199.html Ein wie ich glaube wirklich wichtiges Thema, dem ich mich gerne in einem meiner nächsten Beiträge mal ausführlich widmen möchte.

 

Aber diese Woche, widme ich mich mal ganz persönlich der Sonne und dem Wasser, in dem ich viel auf Zeit auf der Donauinsel verbringen werde – also eine schöne Zeit

…okay eine Woche nicht trainiert…

08.07.2017 – ja da bin ich wohl aus dem Rhythmus gekommen, oder noch nicht in den privaten Trainingsrhythmus rein.

 

Einzig und alleine war ich wieder einmal mit meiner Tochter radfahren, ja wieder mal bei Affenhitze. Und dann noch Wolkenbruch, und ich muss gestehen dieses auf Brücken rauf fahren und dann auch noch über lange Brücken wo man nicht stehen bleiben kann, ist noch bei weitem nicht meines. Aufregung und Anstrengung ergibt eindeutig Atemnot. Also hier muss ich noch Tricks finden wie ich das bewerkstelligen kann – klar, sich mit üben damit einfach auch sicherer werde. Aber vielleicht finde ich ja noch was anderes.

 

Ein Thema ist mir diese Woche wieder öfter unter die Finger gekommen – Ernährung: Wohl ein Thema an dem ich mich schon länger abarbeite. Nicht, dass ich zu viel Kilo habe, nein ich muss immer schauen, dass ich mehr Kilo bekomme oder mich zumindest halte.

Und hier starte ich immer wieder Versuche, weil ich weiß wie wichtig es ist, dass ich mich richtig und gut ernähre. Der letzte ist wieder einmal kläglich gescheitert – ich wollte 5 Mal täglich Kleinigkeiten essen. Drei davon warm. Aber egal der nächste Versuch kommt sicher.

 

Ich habe hier mal einige Sachen zusammengetragen, die mich inspiriert haben – vielleicht ist die eine oder andere Idee dabei.

 

Interview mit  OA. Univ. Lekt. Dr. Ralf Harun Zwick
http://www.netdoktor.at/krankheit/leben_copd/ernaehrung-bei-copd-6835645

 

Patientenratgeber Deutschland sehr umfassende Information
https://www.copd-deutschland.de/images/patientenratgeber/crossmed/copd-und-ernaehrung.pdf

http://www.leichter-atmen.de/copd-news/ernaehrung-bei-copd

Rezepte für Copd Patienten
http://www.ndr.de/ratgeber/kochen/rezepte/rezeptdb288.html

Umfangreicher Artikel und die Sendung der Ernährungs Docs des NDR
http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/COPD-erkennen-und-behandeln,copd116.html

…meine neuen Schuhe sind schnell…

10.06.2017 – mit einer kleinen Verspätung der Post zum Sonntag – war wie immer im Prater, eigentlich wollte ich mit meiner Tochter Radfahren – doch es regnet in strömen, also doch lieber zu Fuß.
Wie das Wetter so will, als ich am Praterstern bin, beginnt der Himmel aufzulockern und die Sonne kommt raus. Die Luft fühlt sich richtig dick an und ich kämpfe manchmal schon mit der Luft, aber es duftet total intensiv. Was mich jedoch am Ende wundert, dass ich obwohl ich nicht das Gefühl hatte, schnell zu gehen auf 45 Minuten kam. – das lag dann doch wohl an den neuen Schuhen.

Am Rückweg genoss ich einfach nur den Prater um bog wo es ging von den Hauptwegen ab, einfach nur wunderschön. Ich liebe diese grüne Oase mitten in der Stadt.

Die Woche Reha, ist auch gut gegangen – darf ein neues Gerät zum Atemmuskeltraining ausprobieren. Es ist ein Computergestütztes Gerät von Powerbreath, und ich muss gestehen es fordert, aber reizt mich auch total, weil man wirklich sehr genau Atemzüge üben kann, und diese visuell dargestellt werden. Ich spüre dabei auch, welche Muskeln ich noch einsetzten kann, um den  Ausatemzug noch länger zu halten. Ich selbst habe schon einmal mit einem Gerät von Powerbreath (Powerbreath Medic Classic) trainiert, habe aber später von meinem Lungenarzt erfahren, dass ich dabei doch etwas aufpassen sollte, da mir damit leicht die Lungenbläschen platzen können. Also mein Tipp immer zuerst mit dem Lungenarzt besprechen – damit auch wirklich ein Trainingseffekt da ist.

…auf dem Pfad der Pferde…

 

 03.06.2017 – Eigentlich bin ich heute überhaupt nur raus um den Kopf frei zu bekommen und nur ja keine Ausreden aufkommen zu lassen – aber Lust hatte ich trotz schönen Tags nicht. Ich bin dann auch nicht auf Zeit gegangen, sondern einfach vor mich hin. Der Prater präsentiert sich zur Zeit einfach schon von seiner schönen Seite, und duftet an jeder Ecke anders.
Und ich genieße es einfach immer wieder durch den nicht kultivierten Teil zu wandern, oder den Trampelpfaden der Pferde zu folgen,  Heute habe mir wieder einmal erlaubt, so richtig laut zu atmen. – Ja das ist nicht alltäglich, denn oft erlaube ich es mir ganz einfach nicht. Aber Tatsache ist, dass es manchmal einfacher ist, wenn man es zulässt, dass Atmen auch einen Klang haben kann.

Auch bei der Reha, kam das Gespräch auf die Tatsache dass wir uns genieren wenn wir ‚komische Geräusche‘ von uns geben. Nur wie ist denn dass wenn jemand beim Gehen einfach singt? Es ist ja mittlerweile selbst singen zu einer ungewohnten Tätigkeit geworden. Ich persönlich glaube einfach, dass wir uns alle und hier meine ich nicht nur Lungenkranke, aber die vielleicht besonders, mehr zutrauen sollten. Denn ich kann nur aus persönlicher Erfahrung sagen, je mehr ich mir es zugestehe dass Anstrengung ein Geräusch hat, oder man einfach auch singen kann, nur weil man sich gerne wieder einmal Luft machen will, umso besser geht es mir. Und ich will auch eigentlich wieder mehr für meine Stimme tun, denn natürlich tun die Sprays der Stimme nicht besonders gut.

 

Und wenn ich schon beim Thema bin, hier ein Link der mir sehr am Herzen liegt – eine super Initiative

 

Der Chor der Atemlosen
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