…und wenn ich bis zum Mond fahre…

…wird das Vertrauen nicht mehr auftauchen.

 

08.07.2018 – So oder so ähnlich muss oder kann ich wohl den Moment meiner Tochter einschätzen. Und wenn dann noch so Aktionen wie die Nasenblutattake dazu kommen, ist es sofort weg, die Spur an Vertrauen, dass sich doch gerade erst so langsam aufgebaut hat.

 

Es kann immer etwas  sein, was ist wenn ihm die Luft wegbleibt oder er zu wenig Luft für den Rückweg hat, was passiert wenn er hinter meinem Sohn her muss oder sich aufregt. Ja alles berechtigte Gedanken und Sorgen. Und ich muss sie mir ja selber auch stellen, kann ich das, traue ich mir das überhaupt noch zu, und was ist im Ernstfall wirklich? Wie bringe ich meinem Enkel bei, dass er mit mir einfach anders umgehen muss, oder besser gesagt wir miteinander anders umgehen müssen. Ich bin ja wirklich oft erstaunt, dass er es ohnehin einfach tut. Auch ist es mittlerweile ganz normal wenn wir über mein ‚zu wenig Luft – und die kaputte Lunge‘ sprechen, was sich ein Vierjähriger darunter vorstellt entzieht sich meiner Phantasie.

 

Wie ist das nun? Wird meine Tochter je wieder die Sicherheit des Vertrauens bekommen?  – Meine Antwort lautet, –  leider nein. Zu tief glaube ich sitzt dieser Moment es könnte etwas passieren, und sie war zu nahe an dem Moment, wo mit mir etwas passiert ist.

 

Manchmal wenn ich so trainiere oder einfach auch meine ‚langen‘ Fahrradtouren machen, denke ich mir –‚… da schau her – was ich alles schaffe!‘ – und im selben Moment weiß ich, sie sieht das schon und bewundert das auch, aber es ändert nichts an der Situation des Vertrauens, tut es ja bei mir auch nicht. Ich werde mir nur eine Spur sicherer. Aber was ist, wenn ich mich aufrege, oder laufen muss? Dieses ganze trainieren und Rad fahren…, hat nur mit mir zu tun, das ist nur meine Sicherheit. Das Vertrauen, können wir glaube ich nur zu dritt schaffen, indem ich möglichst fit bin, mein Enkel darauf achtet dass Opa nicht alles so gut kann, und meine Tochter wieder schrittweise die Angst verliert, dass wieder etwas mit mir sein kann.

 

Warum schreibe ich das überhaupt heute? Ich war gestern mit dem Rad unterwegs – ‚Sonne, Regen, Wind, mein himmlisches Kind‘ – könnte man das ganze lächelnd umschreiben. Es war unglaublich wie leer die Donauinsel war, beinahe schon erschreckend. Aber wunderschön dieses Gefühl der Einzige zu sein, der hier der Donau entlang in Richtung Lobau radelt. Und dann in der Lobau dieser intensive Geruch nach dem Regen ich konnte kaum genug von dieser wunderbaren Luft bekommen. Einzig der Matsch war nicht so brauchbar für mein ‚Star‘ Bike. Ich bin immer wieder einfach nur überwältigt welch schöne Ecken Wien hat, und die ich alle entdecken darf. Und ich war gedanklich wieder einmal dabei zu sagen ‚…da schau her, was ich alles erleben kann!‘

 

Hier wieder einmal Fotos meiner Tour in die Wiener Lobau. Schöne Zeit

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