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… welch eine Wonne…

…frisch gewaschene Luft so viel man will.

 

28.10.2018 – So, nach all den Pausen und Zeiten im Bett, endlich wieder in den Prater, auch wenn heute keine Sonne lacht,  sondern der Nebel Wien umhüllt, wie eine weiche Decke. Also nichts wie ab in den herbstlichen Prater.

 

Diesmal geht es mir nicht um Zeit, nein ich bin einfach schon froh überhaupt wieder im Freien zu sein, und zu wandern. Nicht dieses drinnen sein, obwohl man doch so gerne was im Garten machen würde, oder das Brennholz vertragen,  man muss zusehen und sagen – du musst dich jetzt schonen, also sei schön brav!

 

Diesmal, möchte ich einfach nur meine Lunge mit der frisch gewaschenen Luft umschmeicheln. Also ganz tief einatmen  – die Luft fließt oder rieselt den Rücken entlang bis ganz tief in den Bauch um kurz vor der Scham einen Bogen zu machen und entlang der Bauchdecke und der Brust wieder nach oben zu kommen und ausgeamtet zu werden.  Wäre es möglich so würde ich heute die Innenwände meiner Lunge mit der frischen Luft umspülen, oder diese Gleitschicht zwischen Lunge und Brustmuskeln – ich denke mir es täte ihnen gut. Ich kann es mir schon vorstellen, aber in der Praxis, wird das wohl eher nicht funktionieren. Also stelle ich mir vor, wie die Luft durch die langen Kanülen fließt, um schließlich in den Lungenbläschen zu landen.  Eigentlich schon ganz schön erstaunlich, wenn man denkt wie kurz dieses Einatmen eigentlich ist, und da muss alle Information und Sauerstoff verpackt sein.

 

Ich versuche möglichst achtsam auf meine Atmung zu hören, bleibe stehen um noch intensiver atmen zu können, es tut gut diese frische Luft in den Körper zu saugen, ihr eine Richtung zu geben und sie im Körper ‚kreisen‘ zu lassen. Ich kann das sehr oft machen, ganz in mich gewandt, die wenigen Menschen rund um mich merke ich nicht ich erlebe nur die Luft und ein wenig die Bäume. Es tut gut, so durch den herbstlich bunten Prater zu gehen, die Farben, die Luft und die Ruhe aufzusaugen und in mir wirken zu lassen.

 

Das alles müssen all die gesunden Menschen nicht tun, aber wäre es vielleicht einmal sinnvoll wenn sie es auch täten, nur um einmal inne zu halten, und diese Wahrnehmung zu haben, die Achtsamkeit einem Organ gegenüber das im normalen Leben einfach funktioniert.

 

Tiefe Atemzüge und viel frische Energie – auf eine schöne aktive Woche!