…wenn ich meine Atmung so beobachte…

…dann fällt mir schon ganz schön viel auf!

 

12.05.2019 – Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, dass ich irgendwann atmen konnte, ohne es zu bemerken. Es zuordnen zu können oder müssen, in jedem Moment auf jeden Fall darauf achten. Was sind die Worte dafür, ruhig, unregelmäßig, anstrengend, seicht, tief, entspannt…die Reihe ließe sich weiterführen, schier endlos.

 

Und dann kommt da noch der Faktor Zeit, wie lange ist es anstrengend, wie lange benötig ich, um mich wieder zu erholen? Atmung als Zeitfresser, denn wenn ich außer Atem oder ‚Atem müde‘ bin kann ich nichts oder wenig machen/erledigen. Das wollte ich anlässlich meiner letzen Reha auch mal ganz richtig wissen, wie lange benötigt meine Lunge, wenn ich bei der Reha so richtig ‚zu lange‘ und bis ans Limit gehe, um sich wieder zu erholen?

 

Das Ergebnis ist niederschmetternd, denn selbst der nach Hause Weg von der Schnellbahn (knapp ein Kilometer) wurde oft zu einem Staffellauf mit Pausen. Und dann saß ich da, und starrte in die wohl gemerkt geliebte Landschaft, aber bis sich mein Körper wieder eingependelt hatte, und mir wieder regelmäßig genügend Luft zur Verfügung stand,  war mehr als eine Stunde leicht vorbei.

 

Diese Gedanken kommen mir, jetzt, während ich hier durch einen zugegebenen kalten Prater wandere (die Eismänner und die eine Eisfrau) schlagen so wirklich zu. Meine Muskulatur in den unteren Beinen macht mir wieder einmal Probleme, aber eigentlich versuche ich mich auf meine Atmung zu konzentrieren. Wieder einmal ganz ruhig –eins, zwei, drei und ganz tief UND eins…Das ist immer der Beginn oder der Versuch in einen ruhigen einfachen Rhythmus zu kommen.

 

Spannend, dass bewusste Atmung das Leben so verändert, und ich denke fast das kann man niemand näher bringen. Ich beobachte Kinder wie sie laufen oder versuchen mit dem Fahrrad ihren Eltern davon zu fahren – sie alle denken nicht an atmen – Atmen ist einfach da.

 

Aber einige Vorteile hat dieses intensive Auseinandersetzen mit Atem auch. Nicht nur, dass ich jetzt ganz bewusst in verschiedene Bereiche meines Körpers atmen kann, weiß wie ich meine Atemhilfsmuskulatur zu Hilfe nehmen kann, und ich lasse mir mehr Zeit, Zeit zum atmen. Aber ich bin mir auch bewusst, dass für mich atmen ein ganz bewusster  aktiver Vorgang ist.

 

In diesem Sinne eine schöne nicht zu kalte aktive Woche.

 

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