…Nein das ist nicht…

…der Prater.

 

17.05.2020 – Meine Tochter hat mich auf einen Spaziergang im touristenfreien Schloss Schönbrunn eingeladen. Es ist ja nicht ganz meines diese streng regulierte Natur, aber ohne die Mengen an Schaulustigen, die sich hier normal tummeln ist es durchaus einmal eine Abwechslung. Und ich war zum ersten Mal wieder Essen. Das sonderbare war dass ich bereits in aller Früh bei dem Gedanken, heute gehe ich wieder einmal Frühstücken an Soda-Zitron und Käsekrainer denke musste. Leider gab es nur Brot mit Geselchtem, aber immerhin.

 

Tja und da wären dann noch die Vorsichtsmaßnahmen – Gesichtsmasken /Mundschutz/ Desinfektion… Ich versuche mich ja bewusst, ganz langsam daran zu gewöhnen, das heißt ich gehe zwei Mal die Woche in den öffentlichen Raum und fahre mit den Öffis. aber ganz ehrlich, diese erbärmliche Hektik – Maske auf und Handschuhe an – Maske verheddert sich in der Brille, denn ja, ist eine Medizinische und die wird mit zwei Gummibändern hinter dem Kopf fixiert – bevor ich überhaupt in den Bus einsteigen kann. Und dann? Versuche ich durch mein ‚Staubsaugersackerl‘ Luft zu bekommen, ohne gleich ordentlich verschwitzt zu sein. Ja das nenne ich mal entspannt. Leider ist es beim Taxifahren nicht anders. Letzthin bin ich mit meinem zugegeben schweren Trolli unterwegs, und beschließe statt der Öffis ein Taxi zu nehmen. Na was passiert? Ich hieve den schweren Trolli neben mich und bekomme einfach keine Luft mehr unter der Maske, sodass ich sie ganz verstohlen unten auf kippe.

 

Wie toll, denn nun all das für die Psyche ist, lass ich mir einfach mal auf der Zunge zergehen, aber was wäre die Alternative?

 

Erste Möglichkeit ist – nicht mehr raus gehen?

Zweite Möglichkeit ist – andere Maske? und keinen Trolli mit sich herumschleppen?

 

Viel mehr Möglichkeiten sehe ich im Moment nicht, und das stimmt mich schon etwas nachdenklich, wenn nicht traurig, denn wenn es mir schon so geht – wie geht es denn erst Menschen die Sauerstoff benötigen?

 

Ja diesmal lass ich Euch mit diesem Gedanken alleine, und wünsche allen trotzdem eine schöne aktive Zeit.

 

5 thoughts on “…Nein das ist nicht…

  1. Olga Rohde

    Hallo Herr Jordan, ich bin beeindruckt wie Sie die Challenge und ihr Leben meistern.
    Soviel positive Energie kann man selten erleben.
    Ich selbst habe auch COPD Grad 3? mit FEV1 von ca. 33% und meistere mein Leben und mache immer das Beste daraus. Zu meinem Glück habe ich einen Mann, der mich in „fast“ jeder Lage unterstützt.
    Meine Vorgehensweise ist Ihrer nicht unähnlich. Wir fahren Fahrrad (auch bei uns im Schwarzwald), tanzen, gehen in der Natur. Auch Atemtechnik halte ich ein. Und natürlich mein tägliches Medikament.
    Allerdings geht es mir wie es Ihnen ging: Der Hausarzt ist sehr bemüht und unterstützt mich wo er kann. Mit dem Lungenfacharzt, den ich bisher habe bin ich nicht einverstanden. Er hält wohl alle seine Patienten für ziemlich dumm. Leider sind die Fachärzte bei uns Mangelware. Ich hole mir halt alle möglichen Info’s über’s Internet und auch da muss man glaube ich ganz schön aufpassen.
    Evtl. haben ja Sie noch den einen oder anderen Tipp, wie man positiv weiter kommt.
    Ich wünsche Ihnen alles Gute

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    1. Eberhard Jordan Post author

      Liebe Frau Rohde,
      zuerst Mal danke für Ihren Kommentar und, dass Sie auf meinem Blog gelandet sind freut mich. Sorry dass die Antwort diesmal etwas länger auf sich warten ließ. Also zuerst einmal genießen Sie die schönen Momente mit Ihrem Mann, super wenn Sie jemand an Ihrer Seite haben. Bezüglich des Lungenfacharztes würde ich einfach wirklich weitersuchen, kann schon sein dass es dauert bis Sie den richtigen gefunden haben, aber es zahlt sich auf jeden Fall aus. Vielleicht kann Ihnen ja der Hausarzt einen Tipp geben.
      So wie sich das anhört sind Sie eh ganz schön aktiv, was mir ziemlich gut tut ist einfach neben Ausdauer und Atemtraining das Krafttraining, da merke (spüre) ich dann auch, dass sich im Körper was bewegt. Was mir immer wieder besonders gut tut ist die Natur, ich bin immer wieder fasziniert welche Kraft ich da bekomme. Aber wenn Sie vielleicht einfach noch ein bisschen auf meinem Blog herumstöbern, könnte sein dass Sie das eine oder andere finden was Sie suchen und sollte das nicht sein, ist ja dann Ende August noch der eine oder andere Tipp in meinem Buch.
      Oder Sie stellen mir noch konkreter Ihre Frage vielleicht kann ich weiterhelfen? In jedem Falle eine schöne aktive Zeit.
      liebe Grüße aus Wien
      Eberhard Jordan

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  2. Olga Rohde

    Hallo liebe Herr Jorden,
    vielen Dank für Ihre freundliche Antwort.
    Darf ich noch eine Frage stellen? Sie schreiben, Sie trinken keinen Alkohl mehr seit der letzten OP. Grundsätzlich?
    Die Sache mit dem Krafttraining sehe ich ein. :-Grins
    Auf Ihr Buch bin ich dann auch mal gespannt.
    Liebe Grüße aus dem Schwarzwald
    Olga Rohde

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    1. Eberhard Jordan Post author

      Liebe Frau Rohde,
      freut mich wieder von Ihnen zu hören. Ich bin kein Heiliger, und somit genehmige ich mir durchaus mal ein Glas, aber ich weiß sehr gut wie gut es mir getan hat eine ganze Weile keinen Alkohol zu trinken, – sehr empfehlenswert und steht wieder an!
      Schön, dass Sie sich für mein Buch interessieren, es ist schon in den großen Buchhandlungen zur Vorbestellung gelistet.
      Liebe Grüße aus Wien
      Eberhard Jordan

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  3. Olga Rohde

    Hallo Herr Jordan,
    vielen Dank für Ihre ehrlich Mitteilung. Ich will auch mal versuchen mal eine Weile ganz auf Alkohol zu verzichten. Man glaubt ein Gläschen am Abend gehört dazu.
    Ich melde mich dann mal wieder wenn ich weiß ob es funktioniert-))
    Ihnen wünsche ich weiter viel Stabilität und alles Gute
    Ganz liebe Grüße Olga Rohd

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