…manchmal will …

…der Körper einfach nicht.

 

01.06.2020 – Nach einigen doch recht kalten und verregneten Tagen, endlich etwas Sonne. Also nichts als ab in den Prater. Aber was soll ich sagen, zuerst begannen meine Waden zu schmerzen, dann die Hüfte und schlussendlich auch noch mein Rücken. – super, so habe ich mir das nicht vorgestellt. Umdrehen, Bus, oder doch noch weiter?  Ich hatte auch keine Ahnung warum? Zu wenig Bewegung in letzter Zeit? So oft habe ich schon lange nicht mehr Pausen einlegen müssen. Aber das einzige was noch funktionierte war mein Ehrgeiz, immer dieser Gedanke, es wird schon wieder aufhören, es wird schon – tut es nicht, die Schmerzen blieben bis zu meiner Zwischenstation.

 

Frühstücken und überlegen ob ich den Rückweg wirklich noch antreten will. Nochmals fünf Kilometer – wozu, was will ich mir schon wieder beweisen?

 

Aber kurz probieren? – das geht doch immer, kann ja dann einfach immer noch den Bus nehmen.

 

Der Unterschied zum Hinweg?, – ich begann zu schlendern, ich schlenderte einfach vor mich hin, im Gedanken immer ‚ich hab ja Zeit ohne Ende, mir läuft jetzt nichts davon‘.

 

Ich begann wieder einmal Blätter, Knospen und Schatten zu beobachten, und siehe da die Schmerzen waren weg.

 

Vielleicht wollte ich zu viel, war nicht bei der Sache, oder hatte mich einfach zu lange nicht bewegt?

 

Jetzt hatte ich Zeit, Zeit um zu schlendern, zu erleben und bewundern, – das war schön. Nicht nur die Natur reckte sich der Sonne entgegen, man sah und spürte wie die Menschen an die Sonne drängten, die Wiesen füllten, spielten, im Gras lagen und sich trafen. Nach diesem ganzen ‚Shutdown‘ und jetzt auch noch der Kaltphase – raus in die Sonne, und Nähe zu Freunden und Familie doch sehr verständlich.

 

Noch was ging mir durch den Kopf – mein Buch  – es geht ja bald in den Druck, und ist  schon bei , Buchhaus.ch in der Schweiz gelistet, jetzt findet man ‚Hoch hinaus mit COPD‘ auch in Österreich bei Thalia und in Deutschland bei Hugendubel – schon irgendwie super! Ich bin gespannt, wie es sich tut, jetzt muss ich es einfach laufen lassen und so gut wie möglich begleiten.

 

In diesem Sinne, eine schöne und aktive Woche.

 

2 thoughts on “…manchmal will …

  1. Alexandra Propst

    Lieber Herr Jordan,
    Mit großer Freude habe ich gerade von Ihrem Erstlingswerk gelesen und freue mich schon sehr auf das Erscheinen im August 2020.
    Fein, dass Sie die Zeit nach dem „Lockdown“ für Bewegung in der Natur für sich nutzen und auch Ihre Lieben wieder sehen – nach einer langen Zeit der Einschränkungen.
    Die Coronasituation hat in den letzten Wochen von unser aller Psyche Einiges abverlangt. „Social Distancing“ war stets das Motto, doch wäre wohl der Begriff „Physical Distancing“ eine psychisch gesündere Variante- wo wir doch gerade in Krisenzeiten mehr denn je soziale Kontakte brauchen um nicht in eine Inaktivitätsspirale zu rutschen:
    Ein Kreislauf aus eingeschränkten Sozialkontakten, weniger Alltagsbewegung, weniger Genuss und Hobbies kann zu körperlichem Abbau und Gefühlen wie Einsamkeit, Traurigkeit, (Krankheits-)Ängsten, Gereiztheit sowie damit einhergehenden anhaltendem sozialen Rückzug in der Zeit der Lockerungen nach den Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen führen.
    Der Weg zurück „nach Draußen“ gestaltet sich derzeit für viele Menschen schwieriger als gedacht.

    Beim Weg zurück in diese derzeit „andere“ Realität können uns Gedanken wie „Wie lange geht das denn noch?“ oder Sorgen, vor Ansteckung mal mehr und mal weniger begleiten. Ebenso können Gefühle wie Angst, Verunsicherung, Wut uvm. mal mehr und mal weniger intensiv auftauchen.

    Umso wichtiger ist der von Ihnen beschriebene „Schritt zurück nach Draußen“.
    Dieses bewusste Wiederaufnehmen von AKTIVITÄT, dieses bewusste wieder GELIEBTE MENSCHEN TREFFEN (natürlich mit dem allseits bekannten Babyelefanten- Abstand…), dieses bewusste wieder GENIESSEN- all das lässt uns DURCHATMEN und tut unserem Körper und unserer Psyche gut!

    Lassen Sie sich Ihre Käsekrainer und Ihr Soda schmecken! 😉
    Bleiben Sie aktiv und guten Mutes,
    Alexandra Propst

    http://www.psychopneumologie.at

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    1. Eberhard Jordan Post author

      Liebe Frau Propst,
      schön dass Sie auf meinem Blog ‚gelandet‘ sind! Ja das mit der ’neuen Realität‘ ist im wahrsten Sinne des Wortes gewöhnungsbedürftig, und ich muss es erst in kleinen Happen verstehen, sehen und begreifen.
      Aber ich denke es ist wirklich jedermanns Entscheidung wen er an sich ran lässt und wo Distanz gewahrt wird, soweit sollte man auf sein Gefühl hören, oder hören können, denn der Mensch ist ein soziales Wesen, auch wenn er sich manchmal anders gibt. ?;-)
      Das mit der Käsekrainer muss noch warten aber ich freu mich schon drauf!
      mit den besten Grüßen
      Eberhard Jordan

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