…wenn einem …

…tiefe Traurigkeit überkommt.

 

11.10.2020 – Meine Tochter ist zwar der Meinung, dass ich nun denn doch was Positives posten soll, aber so ganz auf Bestellung will das nicht funktionieren.

 

Der Herbst hält jetzt richtig Einzug, und meine Lunge muss sich wohl an die merklich tieferen Temperaturen gewöhnen. Aber das ist ganz sicher nicht der Grund für meinen ‚Gemütszustand‘, dass ich empfindsamer geworden bin das weiß ich da brauch ich auch nicht ausweichen, aber es gibt Tage oder Zeiten, da geht es ganz schön ‚zur Sache‘. So wie an diesem Sonntag. Es gibt keinen speziellen Grund, eigentlich war die Woche eine Gute, auch wenn ich natürlich mit mir und der Trainingsroutine kämpfe aber sonst eigentlich sogar erfolgreich – und mit viel Ausblick für die nächsten Jahre.

 

Aber dann – gehst du so durch den Prater siehst kleine Kinder die wie verrückt Ihre kleinen Räder beschleunigen und ganz absichtlich probieren zu springen – da geht es dann einmal gefährlich nach links und rechts und dann folgt ein Lachen und ein strahlender Blick – ja – schau her, das kann ich schon! Einfach wunderschön, und dennoch im nächsten Moment muss ich stehen bleiben, und warte bis der Vater vorbei und das Mädchen schon längst woanders ist und beginne zu weinen,  ganz tief aus mir heraus. So stehe ich dann am Wegesrand, und versuche zu verstehen was gerade passiert.

 

Ich schau auf das ‚Heuwasser‘ eigentlich nicht wirklich so ein beeindruckendes Naturereignis, und es fliesen Tränen. Ein Junger Labrador bringt mir stolz seinen soeben gefunden Ball, und es fließen Tränen – in wahren Sturzbächen. Ich kann mich immer nur wegdrehen, damit man es nicht sieht. – Was ist los, was ist passiert? Ich denke manchmal es ist einfach diese tiefe Traurigkeit, die eine chronische Krankheit auslöst. Sie bleibt, sie ist immer da und wirklich besser wird es nicht mehr, egal was ich tu, egal wie viel ich noch trainiere, meine Lunge habe ich mir gründlich ruiniert – ich selber und niemand anderer. Was ich mir damit genommen habe merke ich erst jetzt, und kann es nicht mehr rückgängig machen. Dieses Wissen macht zutiefst traurig, nicht immer, es kommt schubweise und ist unkontrollierbar da.

 

Ich weiß doch, dass ich noch so viel vor hab, und noch wahnwitzig viele schöne Momente erleben werde. Ich bin kein depressiver Mensch, ganz  und gar nicht, ich träume mache und setzte um also gar nicht so schlecht. Klar fehlt ‚manches‘ aber auch das wird sich noch regeln. Also warum nun?

 

Aber manchmal fühlt sich ja auch ein Schmetterling wie eine Raupe die er Mal war.

 

In diesem Sinne eine schöne und aktive Woche

 

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